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Neuer Bus-Lehrfilm Foto: Rainer Albrecht

4. September 2020: „Jans Busschule“ mit neuem Lehrfilm unterwegs

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Gemeinsam mit dem Energieminister konnte ich heute auf dem RSAG-Betriebshof der Präsentation des neuen Lehrfilms beiwohnen.

„Hey Leute, ich bin Jan. Wie geht`s Euch? Ihr glaubt nicht, was meinem Bus, der dicken Emma, und mir heute passiert ist …“ So startet der neue Lehrfilm der Rostocker Busschule, der während der Fahrt zum Betriebshof der Rostocker Straßenbahn AG im „Rollenden Klassenzimmer“ gezeigt wird. Gespannt schauen die Erstklässler auf die Bildschirme im Bus und lauschen den aufregenden Geschichten von Busfahrer Jan. Das Besondere daran: Rostocker Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren haben im Film die Hauptrollen des Busfahrers, der Polizistin und der Kontrolleurin übernommen.

Bei der offiziellen Vorstellung des neuen Lehrfilms auf dem RSAG-Betriebshof konnten sich die geladenen Gäste heute selbst davon überzeugen, wie unterhaltsam der Film ist. Landesverkehrsminister Christian Pegel, der Rostocker SPD-Landtagsabgeordneter, Rainer Albrecht, der Leiter der Rostocker Polizeiinspektion, Achim Segebarth, und Angelika Stiemer von der Rostocker Verkehrswacht zeigten sich begeistert von der kindgerechten Umsetzung. Verantwortlich für die kreative Produktion war die Rostocker Firma „Rabauke Filmproduktion“.

„Auf diesem Wege möchten wir uns nochmals bei allen Partnern und Fans der Busschule bedanken. Es ist ein toller Film für die ABC-Schützen entstanden“, freut sich RSAG-Vorstand Yvette Hartmann. Das Gesamtbudget für die Produktion betrug etwa 30.000 Euro. Das Landesverkehrsministerium steuerte auf Initiative des Abgeordneten Rainer Albrecht 15.000 Euro aus dem Strategiefonds bei, die übrigen Kosten wurden von der Polizei Mecklenburg-Vorpommern und der RSAG übernommen.

Zielgruppe für diesen Film sind die Rostocker Erstklässler, er ist ein wichtiges Element der Rostocker Busschule. Der Lehrfilm ermöglicht einen Einstieg in das Thema Verkehrserziehung schon während der Busfahrt. So bleiben die Kinder auf ihren Plätzen sitzen und sind aufmerksam, wenn sie von den Präventionsberatern der Polizei und RSAG-Fahrlehrer Jan Schollenberg von ihrer Schule abholt werden.

„Wir freuen uns, dass die Busschule nach den coronabedingten Schulschließungen in diesem Schuljahr wieder stattfinden kann. Unser Präventionsprojekt wird von den Rostocker Schülern wirklich gut angenommen. Auch zukünftig werden wir uns gemeinsam mit der Polizeiinspektion Rostock bei den Themen Verkehrserziehung und Antivandalismus engagieren. Den Erstklässlern wünschen wir weiterhin viel Spaß beim Lernen und immer einen sicheren Schulweg“, betont RSAG-Vorstand Yvette Hartmann.

Neuer Bus-Lehrfilm Foto: Rainer Albrecht

Das ist die Rostocker Busschule

Die Präventionsberater der Polizeiinspektion Rostock und die Fahrlehrer der Rostocker Straßenbahn AG führen seit 2002 gemeinsam das Projekt „Busschule“ zur Unfallprävention durch.Im Fokus stehen hier die Sechs- bis Neunjährigen. Durch wöchentliche Betriebshofführungen bei der RSAG erfahren die Schüler, welche Gefahren im Straßenverkehr und auf dem täglichen Weg zur Schule zu beachten sind. Die Kinder sind dabei selbst aktiv und dürfen z.B. auf dem Busfahrersitz Platz nehmen oder unter eine 30 Meter lange Straßenbahn schauen: Der „tote Winkel“ beim Bus oder auch der lange Bremsweg der Straßenbahn werden so in spielerischer Form von den Kindern selbst erlebt und wahrgenommen. Polizeichef Achim Segebarth betonte, dass die Verkehrsunfallprävention auch bei der Polizei eine sehr wichtige Aufgabe ist und dieser neue Film nunmehr landesweit bei den polizeilichen Präventionsberatern bei der Busschule unterstützend zum Einsatz kommt. Und natürlich finden es die Kinder am besten, wenn auch sie in einer sauberen und nicht beschmierten Straßenbahn sitzen. Das Thema „Antivandalismus“ wird dann als kriminalpräventives Aufbauprojekt mit den Schülern der Klassen 5 und 6 durchgeführt.

Begleitend zum gesamten Projekt findet im Rahmen der Präventionsarbeit jährlich ein Schülerplakatwettbewerb statt, bei dem sich die Schüler intensiv mit ihren eigenen Erfahrungen im Straßenverkehr auseinandersetzen.

Das Interesse der Schulen nach dieser Art der Verkehrserziehung ist ungebrochen. Nicht ohne Grund sind die Bustermine bereits zu Schuljahresbeginn alle vergeben. In diesem Jahr freuen sich wieder fast 2.000 Erstklässler auf die „Busschule“. Lehrer, Eltern und die Verantwortlichen des Projektes sind sich einig, dass die Kinder so gut gewappnet sind, um sich sicher im öffentlichen Personennahverkehr zu bewegen.

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