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Die Landesregierung soll sich über die Bauministerkonferenz dafür einsetzen, dass Kohlenmonoxid-Detektoren in Neubauten Pflicht werden. Das hat der Landtag auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen. Dazu erklärt der baupolitische Sprecher der Fraktion Rainer Albrecht:

„Die Installation von Kohlenmonoxid-Detektoren an geeigneten Stellen in Häusern kann dazu beitragen, die Gefahr durch Kohlenmonoxid deutlich zu minimieren – ähnlich wie bei den Brandmeldern. Praktisch besteht überall dort, wo Stoffe verbrannt werden, die Möglichkeit, dass durch unsaubere Verbrennung Kohlenmonoxid entsteht und damit die Gefahr von schweren bis lebensgefährlichen Vergiftungen. Die Schornsteinfeger prüfen zwar alle Verbrennungsanlagen in regelmäßigen Abständen. Heizungsinstallateure haben in Deutschland ebenfalls ein hohes professionelles Niveau und sorgen dafür, dass technische Anlagen möglichst fehlerfrei laufen. Technische Defekte kann es trotzdem immer wieder geben. Und oftmals ist es auch Unvernunft, die zu Unfällen mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen führen, bspw. wenn man einen Holzkohlegrill in einem geschlossenen Raum ohne ausreichende Lüftung betreibt.

Ähnlich wie es bei Rauchmeldern bereits der Fall ist, ist unsere Vorstellung, dass wir auch für Kohlenmonoxid-Detektoren zumindest erst einmal eine Diskussion darüber beginnen, wo und wie man einen verbesserten Schutz für die Menschen in unserem Land herstellen kann.

Denn eines muss uns klar sein – in unseren heutigen hochdichten Häusern kann es schneller vorkommen als im zugigen Altbau, dass mangelnde Luftzufuhr eine unsaubere Verbrennung erzeugt, und somit Kohlenmonoxid entstehen kann.“